Wortschatz

7. Oktober 2008

Unser kaputtes Auto steht nach wie vor bei uns in der Straße, da wir es dahin abschleppen hatten lassen. Wir wußten nicht wohin mit dem Wrack, also steht es nun da und wir warteten darauf, daß der Gutachter der gegnerischen Versicherung es ansieht, um den Schaden zu bemessen. Nun war er endlich da und bestätigte unsere Ansicht, nämlich daß es ein Totalschaden ist. Felix und ich gehen täglich an dem Auto vorbei, da wir morgens mit der Straßenbahn zur Krippe fahren und jedes Mal bleibt der kleine Mann stehen, begutachtet das Auto, setzt eine traurige Miene auf, sieht mich an und sagt: „Mama, Papa Otho botup, ja?!“ Ich finde es immer wieder lustig und erkläre ihm dann, daß es AUto und nicht OtHo heißt, woraufhin er meist „Au-to“ sagt. Ich freu mich und lobe ihn, er grinst und sagt wieder „Otho“. Er hat den Hang dazu, alles extrem schwülstig auszudrücken und dabei ist ihm komplett egal, ob er das Wort richtig oder falsch ausspricht, hauptsache es klingt hochgestochen. Sagt man ihm zum Beispiel er soll „Oma Jutta“ schön aussprechen, sagt er „Oma Othoa“, wobei das „Th“ betont wird.

Bei Wörtern mit „s, ch, sch, f, v“ verweigert er die Aussprache total. Diese Buchstaben sagt er nur einzeln und das auch eher ungern, nie jedoch in einem Wort. Milch wird zu Mil, voll zu poll, Polster zu Poier, Spinne zu Pinne, usw. usf.  Sch sagt er nur, wenn er will, daß wir still sind. Dann setzt er eine finstere Miene auf, wedelt mit dem Zeigefinger vor unseren Nasen herum und sagt „Scht“.

Ich bin ja mal gespannt, wie das weitergeht ;)


Hallo Dodoa!

23. September 2008

Gestern war ich mit Felix beim Orthopäden. Um 16:00 Uhr hatten wir den Termin, um ca 17:00 wurden wir aufgerufen. 1 Stunde in einem Proppevollen Wartezimmer mit einem 2 1/2 jährigen macht nicht so viel Spaß! Nachdem der kleine Mann 20 minuten mit den (spärlichen) Spielsachen spielte, wurde ihm langweilig und er legte sich auf den Boden, um zu „Schwimmen“, dann hüpfte er herum und gab lautstark den „Vogeltanz“ zum besten und jedes mal, wenn jemand aufgerufen wurde, stellte er sich mitten in das Wartezimmer und rief lautstark „Hallo Dodoa“ (Doktor). Was war ich froh, als wir wieder nach Hause gehen konnten!


Nein Mama, scht!

9. September 2008

In letzter Zeit häufen sich folgende Gespräche zwischen meinem Sohn und mir:

Ich: „Felix, räum doch bitte deine Spielsachen weg“

Er: „Nein Mama, scht (leise sein)!“ während er spricht, sieht er mich sehr streng an und wedelt mit dem Zeigefinger vor meiner Nase rum

Ich: „Wenn du Pipi mußt, komm zu mir, dann können wir auf die Toilette gehen. Wie Papa, Melina, usw., ja?“

Er: „Nein Mama, scht!“ (Zeigefingerherumwedelnd)

Ich: „Hast du Hunger?“

Er: „Nein Mama, scht!“

Ich: „Hast du mich lieb?“

Er: „Nein Mama, scht!“

Irgendwie frustrierend!


Kindergarten die 2te

4. September 2008

Gestern ging Michael zum ersten Mal aus der Gruppe raus, allerdings klappte das überhaupt nicht. Felix schrie 30 min durchgehend und war erst wieder zu beruhigen, als Michael wieder zurückkam. Wieder zu Hause redeten wir mit Felix und fragten ihn, ob er den gerne in den Kindergarten geht und er war sofort hellauf begeistert und wollte am liebsten gleich wieder losmaschieren. Wir fragten ihn dann, ob er denn am nächsten Tag bei den Betreuerinnen bleiben möchte und wenn ihm langweilig wird, könne er uns (Mama und Papa) doch je ein Bild malen. Er sagte „ja“ und wir hofften, daß es am nächsten Tag besser ging.

Heute war wieder großes Geschrei als Michael die Gruppe verließ, jedoch beruhigte der kleine Mann sich nach ca 10 – 15min und malte Bilder für uns beide. Er bemerkte Michael noch nicht einmal, als dieser nach einer Stunde wieder zu ihm zurückkam. Als die beiden heute nach Hause kamen, streckte mir Felix ganz stolz ein Bild hin, das er für mich gemalt hatte. Wir sind sehr erleichtert, daß es heute so gut geklappt hat und sind schon gespannt, wies morgen wird!


Dinnadaddn

3. September 2008

Nachdem Felix heute Morgen aufgewacht ist, versuchte er sofort Michael und mich aus dem Bett zu bekommen. Ich fragte ihn, ob er sich nicht noch ein wenig zu uns legen möchte, er sah mich daraufhin ganz entsetzt an und sagte: „NEIN, Dinnadaddn“. (Kindergarten) Michael und er sind jetzt schon dort. Mal sehen wie es heute läuft, weil Michael zum ersten mal für kurze Zeit aus dem Gruppenraum raus gehen wird.


Erster Tag

1. September 2008

Felix hatte also heute seinen ersten Tag in der Krippe. Erst mal eine Stunde zur Eingewöhnung. Michael und ich waren beide mit ihm da, allerdings nur Michael mit ihm gemeinsam im Gruppenraum, da nur ein Elternteil mit rein durfte. Er machte sich ganz gut, hat gleich angefangen mit dem Puppengeschirr zu kochen, zu rutschen, und zu malen. Außerdem schnappte er sich am Jausentisch noch ein Brot und einen Tee. Im Großen und Ganzen lief es richtig gut. Bloß mit den anderen Kindern kann er noch nicht so viel anfangen, aber das wird sicher auch bald. Morgen dann also Tag Nr zwei. Dann fährt Michael mit ihm hin und ich muß etwas zum Anziehen besorgen, da wir am Wochenende auf einer Hochzeit sind. Ich hoffe, ich finde was Schönes!


Sprachfetzen

27. August 2008

Felix und ich telefonieren täglich seit er bei der Oma ist. Mal per Videotelefonie,  mal normal. Immer erzählt er mir ganz aufgeregt von seinen Abenteurn. Gestern zum Beispiel war er mit der Oma in Hellbrunn im Zoo und danach noch spazieren und spielen. 

„Mama Din, Bub, Oma Uta baba. bäa baum eia, ja! Bub bild Mama Din. Bäa Uuuuuaaaaaaaaaa! Oma Uta Boto, Bub Baddi, ja!“

Heißt soviel wie: Mama Nadine (so nennt er mich in letzter Zeit immer), Felix und Oma Jutta waren Baba. Der Bär hat beim Baum geschlafen. Felix hat ein Bild für die Mama gemalt. Der Bär hat Uuuuuuaaaaaaaa gemacht! Oma Jutta hat ein Foto gemacht, Felix ist im Buggy gesessen.

Sich selbst nennt er immer nur Bub oder schlimmer Burlibub. Felix ist ihm zu kompliziert. Meine Oma heißt Ingrid und weil ihm „Oma Ingrid“ irgendwie auch zu schwierig auszusprechen ist, nennt er sie einfach ganz charmant „die da“


Es wird Zeit

25. August 2008

daß der kleine Mann wieder nach Hause kommt. Es fühlt sich an, als wäre er schon eine halbe Ewigkeit weg. Ihm gehts bestens und er scheint mich auch nicht sonderlich zu vermissen, verwöhnt ihn doch die Oma in Salzburg ganz wunderbar und macht tolle Ausflüge mit ihm.Da wird Zug gefahren, auf Stadtfesten gefeiert und getanzt, geplantscht, spaziert, usw… Wenn er wieder kommt, habe ich das Wochenende mit ihm und dann geht er ab Montag in die Krippe und bei dem Gedanken wird mir ein wenig schwer ums Herz. Die erste Regelmäßigkeit in seinem Leben beginnt dann und es ist vorbei mit Kurzausflügen unter der Woche nach Salzburg oder sonstwohin. Hach, mein Kleiner wird groß


Geschützt: Der verrückte Professor

11. August 2008

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Nachlässig

9. August 2008

Ich bin zur Zeit zu faul und zu nachlässig zum bloggen. Es gäbe viel zu berichten, aber ich hab einfach selten Lust, mich an den PC zu setzen und zu schreiben.

In wenigen Wochen kommt Felix in die Krippe und davor darf er noch 2 Wochen Urlaub in Salzburg bei meiner Mutter machen, also möchte ich so viel Zeit wie möglich noch mit ihm verbringen. Ich hab schon ein kleines bischen Angst vor seinem ersten Krippentag, um ehrlich zu sein. Vor allem davor, wie er darauf reagiert. Felix spielt selten mit anderen Kindern. Nicht, weil wir ihn nicht lassen, sondern einfach, weil er nicht will. Wenn wir am Spielplatz sind ist alles gut, solange er alleine, oder mit mir, Melina, Papa, Oma,… spielen kann. Sobald ein anderes Kind kommt, schaltet er auf stur und geht woanders spielen. Ich hoffe, das gibt nicht ein riesen Theater in der Krippe. Mal sehen. Am 1. September ist es ja soweit.

Bis dahin werde ich den Blog wohl noch ein klein wenig vernachlässigen…