Erziehung
31. März 2007Gelesen bei June und schon selbst beantwortet…
1.) Zornanfälle/Wutausbrüche
Ja, es ist wichtig für die Entwicklung der Kleinen, kostet allerdings manchesmal ziemlich viele Nerven. Glücklicherweise sind die Wutausbrüche von Felix eher selten und dauern nicht lange an. Hat er gerade einen, wirft er alle möglichen Dinge in der Gegend herum. Will man ihn in solch einem Moment hochnehmen und woanders wieder absetzen, streckt er sich komplett durch und strampelt wie wild mit den Beinen. Es ist unglaublich, welche Kraft der Zwerg aufbringen kann! Wenn es gar nicht mehr anders geht, wird er auch mal in seinem Bettchen geparkt und die Spielsachen, die ich ihm mit hineingebe, werden dann einzeln und mit wütendem Gesichtsausdruck und Gebrüll über die Gitterstäbe auf den Boden geknallt. Ich versuche dann gar nicht groß ihn zu beruhigen, wenn er gerade mitten im Brüllen und Zicken ist, weil es ohnehin nicht bei ihm ankommen würde. Also warte ich einfach ab und wenn er sich beruhigt hat, streckt er mir die Arme entgegen - ohne Gebrüll natürlich, mit einem etwas weinerlichen Gesichtsausdruck. Daraufhin nehme ich ihn hoch, er bekommt ein Küsschen und wird kurz geknuddelt und dann ist alles wieder gut und er spielt, als wäre nichts gewesen.
2.) Aufräumen
Also noch räume ich ihm hinterher, was ja klar ist. Denke nicht, dass man einem 1-jährigen schon klarmachen kann, seine Spielsachen nach Gebrauch wieder wegzuräumen. Möchte ich auch gar nicht. Er soll Spaß haben und spielen. Wenn er älter ist wird er uns auch ihm Haushalt helfen müssen. Allerdings hat das meiner Meinung nach noch Zeit.
3.) Er macht etwas, was er nicht soll
Natürlich kommt das vor. Vorzugsweise wird die Fernbedienung auf den Boden geschleudert und dann laut losgelacht, weil das so schön viel Lärm macht. Felix versteht “Nein” zwar ganz genau, “überhört” es allerdings gerne, weil er gerade Spaß hat und nicht aufhören will. Ich versuche ihn dann mit etwas Interessanterem abzulenken, was zu meinem Leid eher sehr selten funktioniert. Also nehme ich ihn an der Hand und wir spazieren eine Runde durch die Wohnung. Ich erkläre ihm alle möglichen Dinge, an denen wir vorbeikommen und das liebt der Zwerg. Wenn wir dann zurück auf den Spielteppich gehen, findet er seine Sachen plötzlich wieder ganz toll.
4.) Essen
Felix darf alleine essen, wenn er möchte. Die “Sauerei” kann ich schließlich danach wieder wegputzen und das Gewand wandert in die Waschmaschine. Mit dem Löffel essen funktioniert noch nicht so gut, da er ihn immer umdreht und dann alles runterfällt. Anfangs macht ihm das Spaß, dann wird er aber ungeduldig und ich muß ihn füttern, weil nicht sooo viel Essen im Mund ankommt, wenn er es alleine macht!
5.) Höflichkeit/gutes Benehmen
In diesem Punkt schließe ich mich June an - Kinder lernen das am besten, wenn es ihnen vorgelebt wird. Wir bemühen uns also, Felix ein gutes Vorbild zu sein. “Ei, Ei” versteht er schon und wenn er mal zu grob ist und ich sage “lieb sein”, lächelt er und macht eben Ei, Ei.
So und nun zum Abschluß: Jeder Mensch braucht Grenzen und Kinder ganz besonders. Michael und ich geben auf jeden Fall unser Bestes. Natürlich werden wir auch Fehler machen, bzw. haben wir schon Fehler gemacht, aber die Theorie ist doch immer einfacher als die Praxis - gerade in Erziehungsfragen. Wir versuchen unseren eigenen Weg zu finden/gehen und möchten das Felix eine schöne Kindheit hat, an die er später einmal gerne zurückdenkt.
Verfasst von Nadine
