Angefangen hat es schon am Silvestertag, also am 31. 12. 2006. Das war ein Sonntag und ich mußte von 10:00 - 18:00 Uhr arbeiten. Da die Sonntage immer eher ruhige Arbeitstage sind, ging ich morgens gut gelaunt zum Bäcker, um mir mein Lieblingsfrühstück zu kaufen - ein Briochekipferl. Da Silvester war gab es kein Kipferl, sondern nur ein - um einiges größeres - Briocheschwein. Ich kaufte mir eines und ging in die Arbeit. Dort angekommen, relaxte ich erst mal ein wenig und bräunte mich (ich arbeite in einem Sonnenstudio). Danach ging ich noch gemütlich duschen und sperrte dann das Studio auf.
Ich fing an alles zu putzen. Ich wollte erst alles erledigen und mich dann gemütlich hinsetzten, um einen Kaffee zu trinken und mich über mein Schweinchen herzumachen. Als alles sauber war, verspürte ich auch schon ein wenig Hunger und freute mich auf mein wohlverdientes Frühstück!
Genau jetzt kam natürlich der erste Kunde fröhlich zur Tür herein, gleich darauf der zweite, dann der dritte, vierte, fünfte, sechste, … Irgendwann hörte ich dann auf zu zählen, weil ich gar nicht mehr dazu kam. Ich war nur mehr am rumrennen, Liegen reinigen, Gläser spülen, Wäsche waschen und organisieren, wer wann wo bräunen geht. Meine Liegen waren voll und ebenso der Rezeptionsbereich mit wartenden Kunden. Plötzlich war es schon 18:00 Uhr und Michael stand vor mir, um mich abzuholen. Ein Kunde wartete immer noch auf sein Bräunungsvergnügen und mein Briocheschwein wartete immer noch darauf, gegessen zu werden, wozu es allerdings nicht mehr kam, da zu Hause bereits Fondue angerichtet war, also diente es am nächsten Tag als kleine “Jause”.
Tja, jetzt im Nachhinein denke ich, ich hätte es trotz all dem Streß essen sollen, denn Schweine zu Silvester bringen ja bekanntlich Glück…
Es ist also kein Wunder, dass unser Auto heuer schon eine 500 Euro Reparatur hinter sich hat und mir in der selben Woche, in der die Raparatur war, meine Geldtasche gestohlen wurde und das war wiederum genau einen Tag bevor ich nach Salzburg zu meiner Mom fuhr. Ich war dort also die ersten Tage völlig Bargeldlos, da abheben ohne Bankkarte nur direkt am Schalter möglich war und am Wochenende hat nun mal keine Bank offen.
Dazu kam, dass Felix genau in der Zeit, in der wir auch e-card los waren, zum allerersten mal krank wurde und um mit ihm zum Kinderarzt gehen zu können, hätte ich erst einen e-card-Ersatz holen müssen. Um mir das zu ersparen, fuhr ich einfach mit ihm ins Krankenhaus. Denen war es völlig egal, dass ich keine Karte hatte - wenigstens etwas!
Und weil schließlich irgendjemand an all dem Mist schuld sein muß, behaupte ich einfach mal, es war dieses doofe Briocheschwein, welches mir scheinbar ziemlich übel genommen hat, dass ich es so links liegen lassen hab…